memoryscapes

Vitae

Biografie

Hartmut Landauer

... wird 1966 in Schwaben geboren. Von frühester Kindheit an zeichnet er, was er sieht und erfindet eigene Welten.
 °° illustrating my diary (in ecuador) °° Die Begegnung mit dem anderen durch fünf Kindheits-jahre in Südamerika (in Ecuador und auf der großelterlichen Farm in Bolivien) prägen sein Leben nachhaltig. Bald lebt die nunmehr siebenköpfige Familie wieder in Deutschland.

Als Achtzehn-jähriger trampt er mit seinem besten Freund nach Tamanrasset, die Sahara erlebt er als existenziellen Wendepunkt. Danach entstehen seine ersten tiefgründigen, eigenen Gemälde: der Beginn seines künstlerischen Werks. Das Reisen und die Fremde bleiben zentrale Themen seiner Bildwelt, Hauptthema aber ist der Eros, die mystifizierte und selbst gelebte Liebe. Zu seinen frühen Werkphasen zählen die poetisch-realistischen >Entdeckungen< (1986-88), die >Passionen< (1988-90) und die surrealistischen >Telekontinente< (1992-1996).

Er studiert zehn Semester freie Malerei an der Stuttgarter Akademie der bildenden Künste, deren dekadente Grundstrukturen ihn sehr enttäuschen. Mit Alexander Magg und Timo Brunke gründet er das Comedytrio die echten Dilettanten, das im Raum Stuttgart zehn Jahre lang regelmäßig mit eigenen Shows auftritt.

Zweimal reist er in diesen Jahren nach Südafrika um auf Einladung der Deutschen Botschaft zusammen mit dortigen Kollegen Wandgemälde in townships zu malen. Das figürliche Werk verabschiedet sich Ende der Neunziger Jahre in Form minutiös ausgefeilter fotorealistischer Bildnisse (>Weltteile<), die langsam vom abstrakten Untergrund verschluckt werden, Er erhält ein dreijähriges Atelierstipendium des Landkreises Esslingen und arbeitet konzentriert an seinem neuen Malstil. Zeitgleich schreibt er Kurzgeschichten für die poetry slams, folgt Einladungen zu eigenen Lesungen in Deutschland und der Schweiz (1999-2003).
Die >lighthouse ray paintings< entstehen, die zu einer großen Ausstellung nach Ecuador reisen dürfen, dann die >memory scapes<. 2002 verschenkt er die komplette Arbeit eines halben Jahres bei der Aktionsausstellung: >parts/Teile<, thematisiert so die Situation freier Künstler und kritisiert die Spekulationswut des Kunstmarkts. hatmut landauer, weg

Als Hartmut Landauer den Wettbewerb für den Bau einer Skulptur (>Weg<) für die Frauenklinik in Tübingen gewinnt, die er 2003 baut, ermöglicht er sich einen langersehnten Auslandsaufenthalt.


Eineinhalb Jahre lebt er in einem Bauernhaus in San Ambrosio, in der Nähe von Barbate (Provinz Cádiz) am Atlantik, wo die hundertteilige Serie >cocoons< entsteht und er die Gedichtesammlung >unvollendete Landschaft< niederschreibt. Seit zwei Jahren bewohnt er einen Turm in der Altstadt von Cádiz und widmet sich der Weiterentwicklung der memory scapes.

Er lebt und arbeitet abwechselnd in Stuttgart und Cádiz.