jenseits von ihr



nie irrte mein Herz / dies Fremde in mir 

mein Morgen, mein Abendstern, der Mensch verletzt und heilt den Menschen,
im tiefsten Aprilgrün, das vom Hinterland an die Steilufer des Nachmittags drängt
lausche ich den Stimmen der Farben, die nur für mich wehen
und meinen Durst stillen nach Wein aus Wirklichkeit,
ein suchender Blick geht um die Erde: mich gibt es - sieht sie mich?
jenseits der Steine, jenseits von allem, was sie ist?
ich versank im schwarzen Wasserhaar, wo alles Licht verschwand,
das Salz baute eine Kante an ihrem Augenstrand
ein Liebeslied irrt nun umher, das einstmals ausgebreitet lag 
auf ihrem Kleid aus wundersamer Haut:
ein Gefängnis nähte sie daraus.







San Ambrosio, el Palmar, 15., 20., 21., 23. April 2005

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